Montag, 22. Februar 2010

39.90

"Alles ist käuflich: die Liebe, die Kunst, der Planet Erde, Sie, ich." So denkt Octave, jung, talentiert, stinkreich. Er gehört zu den erfolgreichsten Kreativen in der Werbebranche. Octave arbeitet für die grösste Agentur "Ross & Witchcraft" und entscheidet heute, was die Welt morgen kaufen wird. Sein Chef liebt ihn, die Frauen auch und so legt er die schönsten Models flach und feiert die rauschendsten Partys. Erst als er seine grosse Liebe Sophie trifft und wieder verliert, gerät seine Leben ins Wanken. Hat ihn die Werbeindustrie unfähig zur Liebe gemacht? Er will Sophie um jeden Preis zurückerobern und der oberflächlichen Werbewelt einen Denkzettel verpassen, den sie so schnell nicht vergessen wird.

Genial zynisch gegenüber dem Konsumverhalten der westlichen Welt.


Meine Bewertung: 8.

Cold Creek Manor

Das Haus am Fluss, das im deutschen Untertitel von „Cold Creek Manor“ vorkommt, ist ein Schauplatz mit einer finsteren Geschichte. Doch die Familie, die dort einzieht, hat von all dem keine Ahnung. Irgendwann taucht der zwielichtige frühere Besitzer auf, der erst freundlich wirkt, aber bald seine wahren und zutiefst unlauteren Absichten zeigt: Er will nicht nur die Leichen im Keller weiterhin verborgen halten, sondern seiner Sammlung eventuell noch ein paar neue Kandidaten hinzufügen.

Thrillerspannung nach Mike Figgis („Leaving Las Vegas“) mit vielen bekannten Hollywoodgrößen: Dennis Quaid, Sharon Stone, Stephen Dorff, Juliette Lewis und Kristen Stewart.

Typischer US-Film. Wenig überzeugend.


Meine Bewertung: 4.

Rush Hour 2

Faustwatschentanz mit Humor: Mit dem Traumurlaub in Hongkong ist’s für Inspector Lee (Jackie Chan) und Detective Carter (Chris Tucker) Essig, als zwei amerikanische Zollbeamte, die einem Geldfälscherring auf der Spur waren, bei einem Anschlag ums Leben kommen. Lee verdächtigt den Triadenführer Ricky Tan (John Lone) der Tat. Ihre turbulent schlagkräftige Ermittlungstour führt Lee und Carter in die Glücksmetropole Las Vegas.

Wie so oft ist der zweite Teil schwächer als der erste.


Meine Bewertung: 5.

Mord im weißen Haus

Regis Harlan (Wesley ­Snipes) vom Washingtoner Morddezernat glaubt, dass ihn nichts mehr erschüttern kann. Er irrt: Als er ins Weiße Haus gerufen wird, um einen mysteriösen Frauenmord zu unter­suchen, begreift Regis bald, dass es Dinge gibt, die noch nicht einmal er gesehen hat. Geheimdienstagenten, die sich selbst über ­jedes Gesetz stellen und den Mord zu vertuschen suchen. Gemeinsam mit der Agentin Nina Chance (Diane Lane) versucht Harlan, den Killer gegen alle Widerstände dingfest zu machen...

Thriller-­Mischung aus hoher Politik und niederen Instinkten.


Meine Bewertung: 5.

Daredevil

Ein junger Anwalt (Ben Affleck), der nach einem Unfall mit radioaktivem Müll zwar erblindet ist, aber gerade dadurch den Blick fürs Wesentliche bekommen hat, hüllt sich nächtens in ein Kampfkostüm der ganz besonders engen Art. Gemeinsam mit einem ebenso hübschen wie schlagkräftigen (und offenbar vom Luxusleben gelangweilten) Millionärstöchterchen (Jennifer Garner) zieht er los und macht allen Bösewichten von New York (insbesondere Colin Farrell und Michael Clarke Duncan) das Leben so schwer, wie Kopfnuss und Kinnhaken es erlauben.

Einige Überraschungsmomente.


Meine Bewertung: 7.

Das Haus am See

Zwei attraktive Menschen (Keanu Reeves, Sandra Bullock) verlieben sich aus der Ferne ineinander, weil sie zu verschiedenen Zeiten in demselben Haus am See wohnen, das dem Film auch seinen Titel gibt. Als ihre Kommunikation schon einige Zeit andauert und sie auch immer mehr ihre Gefühle für den anderen entdecken, stellen sie allerdings fest, dass dieses „zu verschiedenen Zeiten" wörtlich zu nehmen ist. Sie schreibt ihm Briefe aus der Zukunft, und das Noch-nicht-Paar wird schwer zusammenfinden können, da nicht nur etliche Meilen, sondern absurderweise auch zwei Jahre zwischen ihnen liegen: Denn er ist nach ihr eingezogen und hat ihren Brief an den Nachmieter gefunden, doch er lebt im Jahr 2004 und sie im Jahr 2006 - also hat er eigentlich vor ihr dort gewohnt. Verwirrend...

„Das Haus am See" ist ein Remake des gelungenen koreanischen Liebesfilms „Siworae". Als Regisseur für die Neufassung zeichnet der Argentinier Alejandro Agresti verantwortlich.


Meine Bewertung: 7.

Der Baader Meinhof Komplex

Deutschland in den späten Sechzigern: Der aus bürgerlichen Verhältnissen stammende Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), die Pastorentochter Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) und die Journalistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) erklären der aus ihrer Sicht faschistischen Bundesrepublik den Krieg. Das Weitere ist bekannt: Bomben, Entführungen, Morde. Zum wichtigsten Gegenspieler der Terroristen wird BKA-Leiter Horst Herold (Bruno Ganz).

Die aufwändige Kinoproduktion (Produzent: Bernd Eichinger, Regie: Uli Edel) schildert einen dunklen Teil der neueren Geschichte Deutschlands basierend auf dem gleichnamigen Sachbuch von Stefan Aust.


Meine Bewertung: 8.